Posted under Blog on May 13th, 2013 by Editorial Team / No Comments
Neulich haben italienische Wissenschaftler von der Katholischen Universität in Rom erhöhte Konzentration des Leichtmetalls Aluminium in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten entdeckt. Die erste Frage ist, ob es eine Ursache oder Folge der Krankheit ist.
Die Arbeitsgruppe um Pasquale de Sole haben entdeckt, daß es siebenmal so viel Aluminium im Gehirn eines Alzheimer-Patients als in einem gesunden Gehirn gab. Sie haben leider noch nicht entdeckt, ob das Sterben der Nervenzellen von dem Aluminium verursacht wird.
Es ist also möglich, daß, wenn all die Experimenten gefertigt sind, Aluminium für völlig unschuldig gehaltet werden wird. Ist das nur eine Zeitverschwendung? "Man muss die neuen Erkenntnisse ernst nehmen, auch wenn derzeit noch keine definitive Aussage zur Gefährlichkeit von Aluminium getroffen werden kann", sagt Alzheimer-Experte Konrad Beyreuther, Direktor des Netzwerks Altersforschung an der Universität in Heidelberg.
Diese Entdeckung könnte Alzheimerforschung in einer völlig neuen Richtung lenken, aber zur gleichen Zeit könnte es zu nichts führen. Was hier wichtig ist, ist die Tatsache, daß neue Möglichkeiten und Ideen eingehend untersucht werden.
Posted under Blog on April 30th, 2013 by Editorial Team / No Comments
In der Fachzeitschrift "Brain" gab es neulich einen interessanten Nachricht. Wissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen haben entdeckt, dass es möglich ist, alzeimererkrankte Mäuse mithilfe einer "molekulare Pinzette" erfolgreich zu behandeln.
Die Chemiker an UDE arbeiteten bei diesem Projekt mit Wissenschafler an der University of California in Los Angeles, um die Substanz CLR01 zu entwickeln. Bei einer lebendigen Maus mit Alzheimer-Syndrom wurde jetzt zum ersten Mal gezeigt, dass die molekulare Pinzette, die eigentlich ein Molekül ist, die Blut-Hirnschranke überwindet und die toxischen Aggregate des Alzheimer-Peptids auflöst.
"In der Zellkultur sehen wir, wie die Synapsen und ihre Kommunikation untereinander durch die Pinzette beschützt werden", so der amerikanische Forscher Gal Bitan. Prof. Dr. Thomas Schrader, einer der Erfinder des Moleküls sagte, "Das Schöne ist, dass es praktisch keine Anzeichen für Nebenwirkungen gibt. Die Pinzette wirkt sanft."
Sie machen die molekulare Pinzette zu viel versprechenden Kandidaten für eine zukünftige Alzheimer-Therapie. Möglicherweise können auch verwandte Erkrankungen, wie Parkinson oder Diabetes mellitus, erfolgreich behandelt werden.
Tags: alzheimer, Duisburg-Essen, Pinzette, therapie
Posted under Blog on April 8th, 2013 by Editorial Team / No Comments
In den USA hat Präsident Barack Obama ein riesiges Forschungsprojekt zur menschlichen Gehirns angekündigt. Die Regierung von Obama wolle knapp 80 Millionen Euro in diesem Vorhaben investieren, sagte der Präsident am Dienstag in Washington.
Nach dieser Ankündigung wird es gehofft, daß die Initiative dazu führen könnte, die Ursachen bislang unheilbarer Krankheiten wie Alzheimer und Epilepsie zu entdecken und mögliche Heilungsmethoden aufzuzeigen.
Was kauft also fast 80 Millionen Euro? Der Ziel des auf Jahrzehnte angelegten Projekts mit dem Namen „Brain Initiative“ sei die Erstellung einer „Brain Activity Map“, die die Abläufe des Gehirns kartieren und die Funktionsweise der Nervenzellen aufschlüsseln soll. So Obama sei das Gehirn ein einziges Mysterium, das nur darauf wartet, entschlüsselt zu werden.
Wie immer in Amerika geht es um die wirtschaftliche Möglichkeiten. Obama spricht vor, daß die Brain Initiative der amerikanischen Wirtschaft zugutekommen solle. “Jeder Dollar, den wir investiert haben, um das menschliche Genom zu entschlüsseln, hat unserer Wirtschaft 140 Dollar zurückgegeben,” sagte der Präsident.
Die EU hat neulich Geld für ein ähnliches Projekt angekündigt. Die EU-Kommission will zunächst eine Finanzspritze von 54 Millionen Euro bereitstellen. Inklusive öffentlicher und privater Finanzspritzen hofft sie auf eine Milliarde Euro für das Projekt bis 2020.